Nachbarschaften

Nachbarschaften in Nachbarschaft, Berlin

Für ein Stadtquartier in Berlin-Adlershof, das 250 Wohnungen umfasst, wurde ein preisgekröntes Konzept im Auftrag der HOWOGE entwickelt. Der Entwurf entstand unter intensiver Einbeziehung der relevanten Interessengruppen und legt besonderen Wert auf grüne, offene Innenhöfe, die eine aktive und vielfältige Nachbarschaft fördern. Jede der vier Wohnhausgruppen bildet eine eigene, geschützte Gemeinschaft, die um einen zentralen Innenhof angeordnet ist. Diese Struktur schafft zusätzliche Freiräume, darunter Fahrradabstellbereiche, einen öffentlichen Platz für die Nachbarschaft sowie den zentralen, geschützten Innenhof. In angrenzenden Gebäuden sind außerdem öffentliche Einrichtungen oder kleine Gewerbe wie Co-Working-Spaces, Cafés und Sporteinrichtungen vorgesehen, um das soziale Leben und die Vernetzung im Viertel zu unterstützen.

Darstellung: Die Baupiloten

Entlang der Straße lockert sich die dreigeschossige Bebauung durch eine abwechslungsreiche Anordnung schmalerer Gebäude und halböffentlicher Plätze auf. Der Zugang zu den Häusern erfolgt über die gemeinschaftlichen Innenhöfe. Dank der flexiblen Wohnungskonzepte bietet das Quartier Platz für eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensstile, Haushaltsformen und Arbeitsweisen.

Foto: Muhrbeck

Die Workshops begannen mit offenen Gesprächsrunden, in denen die Teilnehmenden ihre Wünsche und Bedürfnisse für die Nachbarschaft formulierten. Modelle und Skizzen halfen dabei, konkrete Ideen zu visualisieren, wie etwa die Gestaltung der Gemeinschaftshöfe oder die Nutzung der Freibereiche. In Kleingruppen wurden Szenarien für den Alltag im Quartier entworfen, die Aspekte wie Mobilität, soziale Begegnungen und Freizeitaktivitäten berücksichtigten. Ein besonderer Fokus lag darauf, durch kreative Formate wie Zukunftswerkstätten und Planspiele innovative Ideen zu fördern.

Foto: Die Baupiloten

Die Teilnehmenden konnten beispielsweise mit modularen Bausteinen unterschiedliche Varianten für Hofgestaltungen ausprobieren, wobei unter Anderen Themen wie Nachhaltigkeit, Begrünung und Barrierefreiheit im Vordergrund standen. Die Ergebnisse der Beteiligung wurden anschließend in einer Ausstellung präsentiert, bei der die Teilnehmenden Feedback zu den erarbeiteten Konzepten geben konnten. Dieser iterative Prozess stellte sicher, dass die Quartiersplanung nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig auf die Bedürfnisse der zukünftigen Gemeinschaft einging und abgestimmt war.

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